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Heuschnupfen nimmt wegen Klimawandel zu

Mit dem Klimawandel werden die Heuschnupfenperiode länger, die Pollenkonzentrationen höher und hochallergene Pflanzen breiten sich aus. Ein Faktenblatt der Kommission für Atmosphärenchemie und -physik der SCNAT und von MeteoSchweiz fasst den Stand des Wissens zusammen und zeigt Lösungsansätze.

Pollen allergy and the impact of a changing climate
Image: CC BY-NC-ND

Diesen und weitere Artikel finden Sie im Jahresbericht 2024 der SCNAT.

Vor hundert Jahren litt noch kaum jemand an Heuschnupfen, aktuell sind rund zwanzig Prozent der Schweizer Bevölkerung betroffen. Mit dem Klimawandel verschlechtert sich die Heuschnupfensituation weiter. Viele Pflanzen setzen ihre Pollen früher und in grösseren Mengen frei. Zudem begünstigt der Klimawandel die Ausbreitung invasiver, stark allergener Pflanzen wie Ambrosia.

Auch die Luftverschmutzung wirkt sich negativ aus: Sie kann die Atemwege der Menschen schädigen und dadurch Asthma und Heuschnupfen fördern. Durch die schlechte Luft gestresste Pflanzen scheinen zudem Pollen zu produzieren, die stärkere allergische Reaktionen auslösen. «Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pollenallergikerinnen und -allergiker in Zukunft wahrscheinlich über längere Zeiträume höheren Pollenkonzentrationen ausgesetzt sind», schreiben Forschende in einem neuen Faktenblatt.

Heuschnupfen ist ein Problem der öffentlichen Gesundheit

Da sehr viele Menschen in der Schweiz teils stark betroffen sind und schon heute jährliche Kosten in Milliardenhöhe verursacht werden, sollte Heuschnupfen auch mit Massnahmen der öffentlichen Hand angegangen werden, argumentieren die Forschenden. Sie schlagen eine Reihe geeigneter Handlungsoptionen vor: von der Begrenzung des Klimawandels und der Luftverschmutzung, über die Bekämpfung invasiver Arten und einer angepassten öffentlichen Bepflanzung in Gemeinden bis hin zu Warnsystemen.

Marcel Falk

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